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(Leipzig): AfD Bus angegriffen

Wir haben heute, am 27.05., in den frühen Morgenstunden einen AfD Bus angegriffen, in dem sich Mitglieder lokaler Kreisverbände auf dem Weg zum AfD-Aufmarsch in Berlin befanden.

Durch diesen Angriff – wir beschädigten die Frontscheibe des Busses – wollten wir verhindern, dass die Rechten an dem menschenfeindlichen und reaktionären Aufmarsch in Berlin teilnehmen können und ihre proto-faschistische Propaganda auf die Straße tragen. Außerdem wollten wir ein deutliches Zeichen setzen gegen den rechten Vormarsch, den wir gegenwärtig in der BRD und ganz Europa erleben. Wir wollten zeigen, dass es möglich ist, reaktionäre Kräfte konkret zu attackieren und in ihrem Tun einzuschränken.

Die Kosten und der Sachschaden, die dadurch für das Busunternehmen Weigt entstanden sind, sind ein gezielter Nebeneffekt. Auch wenn uns klar ist, dass der Maßstab des Handelns für Unternehmen grundsätzlich der Profit ist und menschenverachtende Einstellungen von potentiellen KundInnen höchstens zweitrangig sind, wollen wir allen Konzernen gegenüber deutlich machen, dass sie sich in Gefahr begeben und unseren Hass auf sich ziehen, wenn sie sich zu Handlangern des Faschismus machen und neben Ausbeutung durch kapitalistisches Handeln auch noch den rechten Vormarsch logistisch unterstützen. Den Busfahrer, der einen leichten Schock davongetragen haben dürfte, bitten wir um Verständnis. Er war nicht direktes Ziel unserer Aktion, sofern er nicht selbst AfD-Sympathisant ist.

Wir haben den Bus gestoppt, bevor wir ihn angriffen, und dadurch sichergestellt, dass keine unbeteiligten Personen gefährdet werden.

Mit unserer Aktion beteiligen wir uns an der militanten Offensive gegen die AfD Sachsen „loslegen – fight AfD“. Grundlage des Aufrufs ist das Wissen um die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen im Jahr 2019, bei denen die AfD möglicherweise die Regierung mitstellen wird. Wir teilen die Auffassung, dass die AfD eine reale und ernst zu nehmende Gefahr darstellt und die Zeit des rein theoretisch geleiteten Redens, Diskutierens und Nachdenkens vorbei ist. Handlungen müssen folgen, der Kampf gegen den Faschismus nimmt auch in der BRD wieder an Wichtigkeit zu und wenn wir ihn nicht entschlossen auf die Straßen tragen, könnte es schon bald wieder zu spät sein. Dabei ist uns wichtig, dass dieser Kampf auf allen Ebenen geführt wird und wir uns als Bewegung nicht in vermeintliche gewalttätige ExtremistInnen und friedliche BürgerInnen spalten lassen – denn das ist Ziel der Regierung und des bürgerlich-liberalen Pseudo-Antifaschismus. Verschiedene Handlungsformen sollten sich ergänzen und unterschiedliche Gruppen und Organisationen sollten im Kampf gegen den Faschismus ein grundsätzlich solidarisches Verhältnis zueinander haben – auch wenn die strategischen Ausrichtungen variieren mögen. Eine Zusammenarbeit mit bürgerlichen und anderen reaktionären Kräften wie Sozialdemokratie, deren einzige Ziele die Befriedung der Massen und der eigene Machterhalt sind, oder Unternehmen, die lediglich versuchen, unsere Kämpfe für ihre Zwecke zu nutzen und zu vereinnahmen, schließen wir dabei selbstverständlich aus.

Solidarische Grüße gehen an alle GenossInnen, die sich Tag für Tag, in Stadt und Provinz, und auch heute in Berlin mit allen Mitteln den Rechten entgegenstellen. Wir stehen mit euch!

Wehret den Anfängen – Kampf dem Faschismus!

Siempre Antifa.